„Facing the Multicore-Challenge III”, Stuttgart, September 19 - 21, 2012
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"GASPI – A Failure Tolerant & Scalable Programming Approach for Exaflop Computing" lautete das Thema einer Veranstaltung auf der International Supercomputing Conference (ISC) am 21. Juni 2012 in Hamburg. Das Ziel dabei war, Nutzer und potenzielle Anwender über den kommenden GASPI-Standard zu informieren.
Unter den über 20 Teilnehmern waren Experten aus dem akademischen Bereich, Hersteller von Hardware und Systemen (Intel und NVIDIA, Bull) sowie Anwendern von HPC-Systemen wie Rolls-Royce.
Dr. Alfred Geiger (T-System Solutions for Research), der die Veranstaltung leitete, gab zunächst einen kurzen Überblick über das Projekt GASPI und moderierte anschließend drei Präsentationen von Projektteilnehmern.
Im ersten Vortrag plädierte Dr. Mirko Rahn (Fraunhofer ITWM) stark dafür, dass MPI in vielerlei Hinsicht seine Grenzen erreicht hat und nicht als Modell für skalierbare Programme auf großen Maschinen dienen kann. Damit motivierte er seine Zuhörer, angeregt über die aktuelle Situation und die künftige Entwicklung zu diskutieren.
Danach beschrieb Dr. Daniel Grünewald, ebenfalls vom Fraunhofer ITWM, das Programmiermodell GPI von Fraunhofer. Als PGAS-API ermöglicht es GPI, extrem skalierbare und zugleich fehlertolerante Anwendungen zu entwickeln. Grünewald erläuterte auch die notwendigen Eigenschaften, die eine Kommunikations-Middleware haben muss, um skalierbar zu sein. Er demonstrierte dies am Beispiel fehlertoleranter Stencil-Codes, die unter Verwendung von GPI implementiert wurden.
Zum Abschluss bot Dr. Christian Simmendinger (T-Systems Solutions for Research) detaillierte Informationen über in die Programmierschnittstelle GASPI, deren Entstehung aus GPI, deren neue und einzigartige Vorteile sowie deren Potenzial in der Nutzung künftiger ultra-skalierbarer Rechner. Insbesondere zeigte er, wie man mit den von GASPI bereitgestellten asynchronen, kollektiven Kommunikationsoperationen die Skalierbarkeit von Anwendungen erhöhen kann. Schließlich fasste er den Zeitplan für die weitere Entwicklung von GASPI zusammen.
Den Vorträgen folgte eine intensive Diskussion. Die Teilnehmer aus der Industrie waren sehr interessiert daran, wie sie GASPI einsetzen können und diskutierten Wege zum Umstieg auf asynchrone Kommunikationsmodelle.
Zum Austausch über die weitere Entwicklung und zur Diskussion sind weitere ähnliche Veranstaltungen auf der SC’12 und der PGAS12 geplant.